LIEBE KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN,
SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,
 
Sehr herzlich möchten wir Sie am 26. Juni 2019 zum 5. Interdisziplinären Symposium „Innovations in Oncology“ nach Berlin einladen. Diskutieren Sie mit uns den gezielten Angriff auf den Krebs: Vision-Zero.

Vision-Zero beschreibt einen dringend notwendigen Paradigmenwechsel. Längst haben wir verstanden, dass Todesfälle im Straßenverkehr keine unvermeidlichen Kollateralschäden der Zivilisation sind, sondern inakzeptabel und in den seltensten Fällen Schuld der Betroffenen. Ein umfangreiches Handlungskonzept mit aktiven und passiven Sicherheitsmaßnahmen zu jeder erdenklichen Einflussgröße wurde von den meisten europäischen Ländern erarbeitet und konsequent umgesetzt. Der Erfolg dieser Vision-Zero im Bereich Straßenverkehr ist extrem beeindruckend: Die Todesfallrate konnte seit den 1970er Jahren in Europa um bis zu 90 Prozent gesenkt werden, obgleich der Verkehr von Jahr zu Jahr stark zugenommen hat. Europa ist hier Weltspitze!

Die Zeit ist ebenfalls reif für eine Vision-Zero in der Onkologie, denn auch hier ließe sich eine drastische Senkung der Todesfälle erreichen. Was ist zu tun?
 
 
Wir benötigen (wie im Straßenverkehr) in der Krebsmedizin einen konsequenten Paradigmenwechsel: Jeder Krebstodesfall sollte inakzeptabel sein, denn Krebs ist nicht die Schuld der Betroffenen. Statt über suboptimale Strukturen zu lamentieren, eigene Interessen über die von Patienten zu stellen und deutlich zu geringe Budgets in Prävention und Forschung mit angeblich hohen Kostenbelastungen zu entschuldigen, brauchen wir einen gesellschaftlichen Konsens, der es uns erlaubt, an jeder Stellschraube zu drehen und einen Masterplan zur Krebsvermeidung und -bekämpfung zu erarbeiten. Auch wenn künftig nicht jeder Krebstodesfall vermeidbar sein wird, ist eine deutliche Annäherung an Vision-Zero keine Illusion.

Wir danken der Axel Springer SE, und Herrn Julian Reichelt, Chefredakteur BILD, für die Einladung ins Verlagsgebäude, wo unser Symposium in diesem Jahr stattfinden wird.

Wir laden Sie herzlich ein. Kommen Sie nach Berlin, diskutieren Sie mit uns eine gemeinsame Vision-Zero. Wir können mehr leisten – unsere Patienten haben es verdient!

Mit herzlichen Grüßen
 
 
Prof. Dr. Diana Lüftner
Prof. Dr. Diana Lüftner
Charité Berlin

Prof. Dr. Christof von Kalle
Prof. Dr. Christof von Kalle
Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg
 
 
Dr. Christa Maar
Dr. Christa Maar
Felix Burda Stiftung und Netzwerk gegen Darmkrebs e. V., München

Prof. Dr. Michael Hallek
Prof. Dr. Michael Hallek
Universitätsklinikum Köln
 
WISSENSCHAFTLICHE KONGRESSLEITUNG
 
PROF. DR. MED. DIANA LÜFTNER
  • Oberärztin an der Charité Campus Benjamin Franklin,
    Klinik für Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie
  • Mitglied des Beirates der Wilsede-Schule für Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie
  • Delegierte der DGHO für die Deutsche Gesellschaft für Senologie und die Organkommission „Mamma“ der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologie Onkologie AGO
  • Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie
  • Vorstand der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs
 
 
DR. PHIL. CHRISTA MAAR
Frau Maar ist Vorstand der Felix Burda Stiftung und Präsidentin des Netzwerks gegen Darmkrebs. Letzteres führt gemeinsam mit medizinisch-wissenschaftlichen Experten interdisziplinäre Konferenzen wie „Vision Zero“ durch und stellt Unternehmen Konzepte zur Integration von Darmkrebsvorsorge in die betriebliche Gesundheitsfürsorge zur Verfügung. Die Felix Burda Stiftung hat ihren Schwerpunkt auf der Aufklärung der Bevölkerung über Darmkrebsprävention, der Durchführung innovativer Öffentlichkeitskampagnen und der Verleihung der Felix Burda Awards für besondere Verdienste in der Darmkrebsprävention. Frau Maar ist Mitglied im Kuratorium des Deutschen Krebsforschungszentrums und im Strategiekreis der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung etablierten Nationalen Dekade gegen Krebs. Sie sieht ihre Aufgabe darin, sich auch in diesem im Rahmen für die Intensivierung und Weiterentwicklung der Krebsprävention einzusetzen.
 
 
PROF. DR. MED. CHRISTOF VON KALLE
Professor Christof von Kalle ist seit Juni 2019 BIH Chair für Klinisch-Translationale Wissenschaften an der Charité Berlin. Er ist Gründungsdirektor des gemeinsamen Klinischen Studienzentrums der Charité. Von Juli 2005 bis Mai 2019 war er Leiter der Abteilung Translationale Onkologie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Bis März 2018 war er geschäftsführender Direktor des NCT Heidelberg. Seit April 2018 arbeitet er zudem als Chief Research Officer am Sidra Institute in Doha, Katar. Als Arzt und Wissenschaftler mit klinischem Hintergrund in den Bereichen Hämatologie/Onkologie und über 200 High-Impact-Publikationen ist Prof. von Kalle ein international renommierter, führender Wissenschaftler auf den Gebieten der Stammzellforschung, Mutationsanalyse und des Gentransfers.
 
 
PROF. DR. MED. MICHAEL HALLEK
Studium der Medizin von 1978-1985 in Regensburg, München und Paris. 1985-1994 wissenschaftliche und klinische Ausbildung als Hämatologe und Onkologe in München und Harvard. 1994-2003 Oberarzt an der LMU und Leiter des Gentherapie-Programms am Genzentrum und Helmholtz-Zentrum München. 1994 Gründung und Leitung der Deutsche CLL-Studiengruppe, der weltweit größten Studiengruppe zur chronischen lymphatischen Leukämie. Seit 2003 Direktor der Klinik I für Innere Medizin der Universität zu Köln. Seit 2007 Direktor des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) Köln Bonn, das seither durch die Deutsche Krebshilfe ununterbrochen als onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet wurde, und seit 2019 Direktor des CIO Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln. Zahlreiche Auszeichnungen, wie der Paul-Martini-Preis 2012, die Binet-Rai-Medaille 2013, die Walter-Siegenthaler-Medaille in Gold 2016, den Deutschen Krebspreis 2017, den Arthur Burkhardt-Preis 2017 und die Johann-Georg-Zimmermann-Medaille 2018, die Ham-Wasserman Lecture auf dem ASH 2018. Seit 2011 Mitglied der Leopoldina. Präsident des 31. Deutschen Krebskongresses 2014. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin DGIM in den Jahren 2014/2015. Seit 2016 Vorsitzender und seit 2018 geschäftsführender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie DGHO. Seit 2018 Chairman Scientific Committee der European School of Haematology, Paris. Seit 2019 Präsident der Walter Walter Siegenthaler-Gesellschaft und Mitglied im Strategiekreis “Nationale Dekade gegen Krebs” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
 
VERANSTALTER
 

Das 5. Interdisziplinäre Symposium Vision-Zero Die Neuvermessung der Onkologie wird vom Netzwerk gegen Darmkrebs e.V., München veranstaltet.

Kongressleitung:
Dr. Georg Ralle
Generalsekretär Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.
Kontakt

Das Symposium findet unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und in Kooperation mit der Charité Universitätsmedizin Berlin, der Uniklinik Köln, der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, dem Deutschen Krebsforschungszentrum dkfz, der Deutschen Krebsgesellschaft, dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen NCT Heidelberg, dem Bundesverband der niedergelassenen Onkologen bng, dem Bundesverband der niedergelassenen Hämatologen und Onkologen BNHO, der Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, der Felix Burda Stiftung und BILD statt.